Aus meiner Erfahrung drückt sich also der Zustand der emotionalen Intelligenz (EI) in unterschiedlichster Weise in direkter Korrelation zu der Einzigartigkeit unserer Persönlichkeit aus – im Privatleben wie im Berufsleben. Im Führungskräfte Coaching fällt eine Konstellation immer wieder auf: Wähnen sich Führungskräfte in Notsituationen, die tatsächlich gar keine sind, machen sie oft von weniger förderlichen Führungsstilen Gebrauch, die vieles auf Beziehungsebene (unnötig) zerstören können. Gute Führungskräfte bleiben auch im Krisenmodus authentisch und gerade dann mit ihren Mitarbeitern eng verbunden (Stichwort „Zeit für sehr gute Zusammenarbeit“). Maskerade hingegen führt nicht weiter, wenn es wirklich brennt. Die Belegschaft ist sensibler geworden und spürt heutzutage recht gut, ob tatsächlich die Notsituation gegeben ist oder eben nicht/ ob sich die Führungskraft beispielsweise einfach nur gestresst, überfordert, überlastet fühlt aufgrund wachsenden Drucks, Zeitnot, Wandel oder auch privaten oder gesundheitlichen Querschlägen. Wohl dem, der gelernt hat, wenn er Menschen führen darf, sich selbst sehr gut wahrzunehmen und achtsam zu führen. Gerade in Momenten der Reizüberflutung zeigt sich, welche Kompetenzen zur Selbstführung vorhanden bzw. gereift sind. Der Umgang mit sich selbst überträgt sich in der Regel auf andere unmittelbar. Gelingt es, unerwünscht erscheinende Emotionen, die ad hoc und massiv sein können, in förderliche Bahnen zu lenken, oder lassen wir Situationen eskalieren. Letzteres kann jeder. Die Transformation starker Energien in Förderliches kann herausfordernd anmuten, lohnt sich jedoch – immer.

Wie ein Zug ohne Bremse können Emotionen kaum zu stoppen, mächtig sein – beruflich wie privat: Häufig kochen Emotionen hoch, ohne dass wir wissen, woran es liegt. Reiz-Reaktions-Mechanismen laufen blitzschnell ab. Damit wir uns in solche Situationen orientieren können, ist es notwendig, dass wir bewusst innehalten, Emotionen anschauen, erkennen und adäquat auf sie reagieren können. Zur Eskalation führt oftmals, dass andere dem was uns wichtig ist kein Verständnis entgegenbringen. Empathie oder Mitgefühl erzeugen jedoch Verständnis. Empathie, als hohe Kunst der Emotionserkennung nützt uns nicht nur in Projekten, schließlich fördern gute Kommunikation und Führung den Projekterfolg erwiesenermaßen stärker als eingesetzte Tools und Technologien generell.

Für Führungskräfte ist es heute noch wichtiger, tragfähige Beziehungen zu ihren Mitarbeitern aufzubauen und sie effektiv zu führen als noch vor ein, zwei oder gar drei Jahrzehnten. Belegschaften sind heute heterogener als früher. Mitarbeiter sind selbstbewusster und fordernder – speziell in den Berufen und Branchen, in denen ein Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften besteht.

Wie sind gewonnene Erkenntnisse weiterzuentwickeln?

Weiterentwicklung, Wachstum, Veränderungen finden immer statt. Sie lassen sich nicht verhindern. Alles reift, wächst und gedeiht. Was sind die Anzeichen des Fortschritts? Das ist Leben. Die Möglichkeiten sind so vielfältig und individuell wie wir Menschen selbst. Wir sollten uns in jedem Fall bewusst sein, dass es lohnt, unsere Energien ggfls. zu transformieren, emotionale Intelligenz und Führung zu leben. Die Qualität der Ergebnisse wird einfach besser, nachhaltiger. Achtsamkeit, Hinschauen, Bewusstheit helfen uns zudem schneller unsere Wunschvorstellungen zu realisieren und Um-/Irrwege oder gar unnötige Schäden zu vermeiden. Auch und vor allem dann, wenn es „Innehalten“ erfordert und dies wie ein Umweg erscheinen mag. Die nachhaltigere Qualität der Lösungen, der Beziehungen, der Momente des Lebens sind der Lohn. Regional gewonnene lösungsorientierte Erkenntnisse sollten überregional, global als „open source“ Quelle zur Verfügung stehen, damit Gruppen, Gesellschaften, Völker, die Menschheit geeint zusammenarbeiten können mit klaren Fokus auf das Notwendigste und Zielführendste in Anbetracht der größten Herausforderung, die die Menschheit je meistern durfte – das eigene Überleben …

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Training emotionaler Intelligenz und Führungskräfte Coaching
Peter Mertingk in D-64546 Mörfelden-Walldorf (Flughafen Frankfurt 10 km)
Telefon: +49 (0)6105 999677
eMail: dialog(at)petermertingk.de

 


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Für mich sind Führungskräfte der neuen Zeit in der Lage emotionale Intelligenz durch ihre Achtsamkeit und Selbstreflexion im Alltag zu leben. Sie ermutigen Mitarbeiter. Sie binden sie emotional nicht nur an Unternehmen sondern an sich selbst (emotional brillante Führung). Sie machen Mitarbeiter wie Kunden zu Fans. Sie schaffen ideale Voraussetzungen im (Team-)Umfeld, in dem die wichtigste Grundbedürfnisse von Mitarbeitern gesehen und geachtet werden, damit sie sich sicher, fair behandelt, wohl fühlen und ihre beste Leistung abrufen können. Der Unternehmenswert Mensch wird hier idealerweise „gesehen“ und gewertschätzt – nicht nur auf monetärer, sondern auch auf verbaler und emotionaler Ebene.

In den Vokabeln des New Work, der VUKA Welt und Agilität sehe ich menschlich sehr kompetente Führungskräfte sich bewegen, die begeistern können und weniger vorgeben, jedoch stark darin sind, coachend visionär zu führen, den Rahmen haltend sich als Prozessbegleiter verstehen und ggfls. gerne lieber am statt im Unternehmen arbeiten. Vor allem können sie ihre Mitarbeiter ermutigen, eigene Ideen auszuformulieren und einzubringen, so dass der Geist eines Unternehmens dank gelebten Mitarbeiterpotentials wahrhaft erwacht. Fast mittelalterlich mutet es aus meiner Sicht an, wenn auf den Ressourcen von Mitarbeitern regelrecht ein Deckel gehalten wird, diese unterdrückt und so gar nicht genutzt werden, wobei sie doch gerade dafür bezahlt werden sollten –  das Eigene einzubringen und zu entfalten. So durfte ich schon viele Augen von Mitarbeitern vor Begeisterung blitzen sehen, wenn sie merkten bzw. unter Tränen der Rührung davon erzählen konnten, wie gerade die von ihnen selbst entwickelte Idee aufgegriffen, budgetiert und umgesetzt werden konnte als Beitrag zum Wohl des Ganzen – Kunden wie Unternehmen. Dort geht es hin, idealerweise. Ein solches Umfeld, das für solches „Engagement und Enablement“ sorgt ist attraktiv, attraktiv für Talente aus aller Welt, es zieht mag(net)isch an. Und Achtung, bei sehr guten Führungskräften, Teamleitern oder auch Verkäufern: Wir haben in unseren Projekten erlebt, dass wenn diese Menschen wechseln, ganze Teams, Sekretärinnen, Kollegen, beim Verkäufer Kunden unabhängig von Marken mitwechselten, wenn irgend möglich. Aus Sicht eines solchen Chefs/ Verkäufers gelang „emotional brillante Mitarbeiter-/Kundenbindung“…

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