Ich durfte bereits eine Vielzahl von Führungskräften und Unternehmensinhabern auf ihrem Weg begleiten, ihre innere Kompetenz wachsen und Blockaden sich auflösen sehen. So wie es auch mir vor vielen Jahren zunächst erging, weiß so mancher in unserer westlichen rational geprägten Welt nicht explizit um die enorme Qualität seiner inneren Führung. Die Wahrnehmung ist ganz einfach nicht so sehr darauf ausgerichtet, da wir uns allzu oft mit den Vorzügen unserer linken Gehirnhälfte beschäftigen. Uns allen wohnt jedoch neben unserer logischen, rationalen, analytischen und quantitativen Kompetenz eine intuitive, ganzheitliche, einfallsreiche und konzeptionelle Seite inne.[1] Mit unserer Intuition entspringt dieser Seite ein unfehlbarer innerer Leitimpuls, der uns permanent richtungsweisend, zukunftsorientiert und emotional intelligent bis brillant führen möchte und zu führen vermag. Unsere Wahrnehmung  diesbzgl. ist in Abhängigkeit von unserer (Aus-)Bildung, der Ausrichtung unserer Wahrnehmung, unserer Achtsamkeit unterschiedlich stark auf diesen Lösungsimpulsgeber ausgerichtet, und wird sogar teilweise von unserem eigenen Verstand, von Verhaltens- und Glaubensmustern sabotiert. Die gute Nachricht ist, egal wo wir heute stehen in unserer persönlichen Entwicklung, der Kontakt zu unserer inneren Führung lässt sich auch im Fall von Blockaden sehr schön wiederfinden, ausbauen und kultivieren. Und es lohnt, denn in dem Maße, wie wir den Kontakt mit unserer inneren Führung vertiefen und im Kontakt bleiben, wächst unsere innere Kompetenz und dies spiegelt sich wohltuend in unserer “äußeren” Führungskompetenz wider – in unserem Wohlbefinden, in unseren Beziehungen, in unserer Vitalität und Gesundheit. Emotionale Intelligenz und Emotionale Führung gelingen besser in dem Maße, wie sich unser inneres Selbstmanagement verbessert.

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[1] http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/gehirn/GehirnRechtsLinks.shtml


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„… gibt es einen Raum. In diesem Raum hat der Mensch die Freiheit zu wählen und seine Reaktion selbst zu bestimmen. In dieser Freiheit liegen unser Wachstum und unser Glück.“[1] Wer hat es nicht schon andersherum leidvoll erlebt? Eine unserer Reaktionen lief blitzschnell ab aufgrund eines scheinbar unangenehmen Stimulus, also Reizes. Hinterher tat es uns leid. Wir hatten einmal mehr „etwas“ oder „ein Ziel“ mit dem Kopf durch die Wand erreicht. Es mag Menschen geben, auch noch in unserer heute so vermeintlich aufgeklärten und feinfühligen Zeit, die regelrecht stolz darauf sind, mit dem Kopf durch Wände zu gehen/gehen zu können, um Ihre Ziele zu erreichen. Doch wehe dem, der in seinen Rückspiegel schaut: Zerbrochene Mauern, Trümmer und übergangene oder überrannte Menschen. Was dieser Rückspiegel zeigt sind die deutlichen und unangenehmen Folgen emotional nicht intelligenten Handelns. Die übergangenen Menschen, sei es bewusst oder unbewusst, werden in Zukunft an Stühlen der Vorgesetzten sägen und möglicherweise dazu beitragen, dass „Machtmissbraucher“ weitere neue Ziele erschwert oder gar nicht mehr werden erreichen können.

Die Chance, auch für jedes antiquierte „Rhinozeros“ unter uns, liegt in dem Moment zwischen Reiz und Reaktion. Wem es gelingt, die Zeit „anzuhalten“, nachdem ein Stimulus erfolgt ist, kann sein Verhalten bestimmen und behält sein Zepter bewusst in der Hand. Wem es gelingt, einen Moment inne zu halten, kann sich befreien von automatisch ablaufen Reiz-Reaktions-Mechanismen und bewusst wählen aus einer Vielzahl unterschiedlicher kreativer Reaktionen aus seinem Verhaltensrepertoire. Welches Verhalten, welche Antwort, welcher Ton, welcher Stil ist sinnvoll, diplomatisch, förderlich, welches „wie“ schüttet nicht Öl ins Feuer, sondern wirkt und deeskaliert die Situation? Impulse gibt es viele. Sie sind jedoch nur wahrnehmbar für denjenigen, der innehält, frei von Emotion sich sinnvoll selbst fragt und offen ist für seine innere Führung. Diese entspringt idealerweise direkt unserem Wesenskern [2] und ist immer diplomatisch, immer lebensbejahend, fördernd, emotional intelligent bis brillant. Folgen Sie mutig handelnd dieser ihrer inneren Weisheit und Sie ernten klärende Prozesse, Lösungen in Kooperation mit dem bestehenden Umfeld. Emotionale Intelligenz gelingt. Emotionale Brillanz möglicherweise.  Im letzteren Fall schreiben Sie mir. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich an ihren Momenten emotionaler Brillanz teilhaben lassen – seien Sie intelligent, mit Gefühl.

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[1] Stephen R. Covey

[2] C.G. Jung

 


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Was ist Unternehmenswert? Was ist Mensch? Aus der klassischen Unternehmensbewertung ist der Wert eines Unternehmens bekannt als „der künftige Nutzen, den es in erster Linie aufgrund seiner im Bewertungszeitpunkt (Stichtagsprinzip) vorhandenen materiellen Substanz, seiner Innovationskraft, seiner Produktgestaltung und Positionierung am Markt, seiner inneren Organisation sowie seines disponierenden Managements in der Zukunft erbringen kann.“ [1] Worin spiegelt sich der Humanfaktor? Letztlich in jedem der sechs Aspekte, nicht gerade auch im Materiellen als Ergebnis menschlichen Handelns?! Reflektiert nicht gerade ein Unternehmen unser Mensch-Sein? Folgen wir dem Duden sind wir als Mensch „höchstentwickelte Lebewesen, ausgestattet mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und Erkenntnis von Gut und Böse.“[2] Wie wunderbar. Unternehmenswert als „künftiger Nutzen“ und Mensch als „höchstentwickeltes Lebewesen“ – what a beautiful combination.[3] Geht es für uns als Mensch also nicht darum, „höchstenwickeltes“ Lebewesen wahrhaftig zu sein, sein zu dürfen und unserem künftigen Nutzen hieraus für andere selbst-bewusst gerecht zu werden? Wer bin ich und was hat Menschheit davon, dass es mich gibt? Diese Frage sollten wir uns als Mensch wie Unternehmen gleichermaßen stellen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Positionierung und zukünftige strategische Ausrichtung sollten die Antworten hierauf reflektieren. Anpassungen sollten flexibel erfolgen, wenn sich neue Erkenntnisse auf unserer Forschungsreise(=Leben) ergeben.

Unternehmen der neuen Zeit haben längst erkannt, dass ihre Mitarbeiter höchstentwickelte Lebewesen sind, zudem von einzigartiger Natur und wertvolle Schätze als Potentiale in sich tragen. Diese Werte im Menschen müssen nicht unbedingt erschlossen sein, sondern können gut versteckt im Verborgenen brach liegen. Spornen Sie Ihre Mitarbeiter daher an und machen Sie es ihnen leicht. Fördern sie sie, um in Ihrem Unternehmen ihr wahres Potential zu entfalten. Unterstützen Sie sie dabei. Gewähren Sie Ihren Mitarbeitern Raum und Zeit für die so wichtige persönliche Weiterentwicklung. Was glauben Sie, welche Unternehmenskultur, es den „Wesen“ in Ihrem Haus ermöglicht, ihre verborgenen Potentiale zu entfalten? Welche Führungskultur hilft Ihren Mitarbeitern harmonisch zu wachsen und sich zu entfalten, um mit Freude ihre Bestleistung abzurufen, die beste, die sie erbringen können? Welche Ebenen des Bewusstseins[5] erlauben es Menschen in ihre Kraft zu kommen und in ihrer Kraft zu sein? Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Fragen und die kraftvolle Personalentwicklung lohnen, denn „die Einzigartigkeit von Mitarbeitern richtig gefördert, verleiht Ihrem Unternehmen Einzigartigkeit.“ [4] Ich persönlich bin begeistert von Unternehmen, die die Zeichen und Werte der neuen Zeit immer mehr erkennen und sich auf den Weg machen, die neuen Herausforderungen aktiv zu meistern. Im „War for Talents“ werden potentielle Mitarbeiter diese Unternehmen als attraktiv wahrnehmen und als anziehend empfinden, denn diese Organisationen bieten den in ihnen arbeitenden und Lebenszeit und -energie investierenden Menschen die Möglichkeit, ihren Lebenszweck zu erfüllen, nämlich permanent zu wachsen, so wie es uns die Natur in jeden Moment vorzeigt. Wachsen auch Sie und schaffen Sie ideale Bedingungen für die Entfaltung des Unternehmenswert Mensch. Es ist Ihnen anvertrautes Humankapital. Hierin liegt – oftmals verborgen – das Potential Ihres Unternehmens für die Zukunft. Wertschätzen Sie dies und seien sie dankbar dafür. Bringen Sie ihre Wertschätzung und Dankbarkeit immer wieder zum Ausdruck – auf verbaler, emotionaler und monetärer Ebene. Vielen Dank dafür.

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-> “Emotionale Führung”

 

[1] Professor Dr. Fred Wagner, Vorstand Institut für Versicherungswissenschaften e. V. an der Universität Leipzig, Leipzig http://www.versicherungsmagazin.de/Definition/33256/unternehmenswert-v.html

[2] http://www.duden.de/rechtschreibung/Mensch_Lebewesen_Individuum

[3] http://www.dailymotion.com/video/xri24_erasure-love-to-hate-you_music

[4] Frei nach Rudolf Mann, Das ganzheitliche Unternehmen

[5] David R. Hawkins, Die ebenen des Bewusstseins – Von der Kraft die wir ausstrahlen.

 


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Kleben Sie an einem Ziel – zu sehr? Lernen Sie „Loslassen“. Seien Sie mutig, werfen Sie Ihre Prinzipien auch einfach mal über Bord. Für durchschlagenden Erfolg ist manchmal  gerade dies ein Schlüssel. Lassen Sie einfach mal los. Was geschieht, wenn der Bogenschütze das Ziel anvisiert hat und den Pfeil nicht loslässt? Er ermüdet. Was passiert, wenn er den Bogen „überspannt“? Er zerbricht. Lassen Sie los. Mutig „handelnd“, lassen Sie los. Lassen Sie Ihre Vorstellungen und Energien frei, immer in dem tiefen Urvertrauen, dass sich realisieren wird, was Sie sich wünschen. Immer mit dem tiefen Wissen, dass alles zu unserem Wohle geschieht. Wenn Sie „den Bogen“ zu lange festhalten oder „überspannen“, bekommen Sie nur das Gefühl, dass ihr Ziel niemals Wirklichkeit wird. Und genau das kann dann zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden und dann auch eintreffen. Tatsächlich ist es auch möglich, zu krampfhaft und zu verbissen zu sein. Dann kommt oft Frust auf anstelle positiver beflügelnder Emotionen.

Stattdessen ist es schlau, den Dingen ihren Lauf zu belassen. Tun Sie, was Sie lieben. Entspannen Sie sich. Machen Sie sich bewusst, dass Sie einzigartig und ideal geschaffen sind und alles ist genau gut so, so wie es ist. Sie werden bekommen, was Sie wollen, früher oder später. Manchmal kann es sein, dass wir uns anstrengen dürfen, es kann schwer sein, und es bedeutet einfach, dass wir uns einlassen auf das Leben und es nehmen, wie es ist, anstatt kämpfend versuchen, es zu kontrollieren. Seien sie sich immer bewusst: Dieses Universum möchte, dass wir glücklich sind.

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Bei der Entscheidung für ein neues Ziel – für eine neue Vision –  kann es vorkommen, dass wir uns selbst „überschätzen“ darin, was wir in einem Jahr zu leisten im Stande sind. Das Leben wird uns Hinweise geben, aus denen wir in Dankbarkeit lernen dürfen – nun gut. Einstein folgend können wir jedoch realisieren, was wir uns vorzustellen vermögen. Unser Bewusstsein sei so angelegt, dass wir uns nur vorstellen können, was wir auch realisieren können – wir tragen dafür sozusagen alle Fähigkeiten und Potentiale in uns; es kann jedoch sein, das wir uns für die Realisierung anstrengen dürfen und es ist bekannt, wir „unterschätzen“ oft dramatisch, was wir in zehn Jahren zu leisten im Stande sind.

Ein Blick in den zeitlichen Rückspiegel kann diesbzgl. aufschlussreich sein und Kraft geben:

  • Was haben Sie innerhalb der letzten zehn Jahren erreicht?
  • Was erschien Ihnen vor elf Jahren als größte Herausforderung, unmöglich oder möglicherweise gar als Utopie?

Ich bin sicher, wenn Sie sich Zeit für diese Fragen nehmen, werden Sie Vieles finden – je mehr sie schauen, desto mehr. Nehmen Sie sich gerne bewusst Zeit dafür. Wenn Sie das Bedürfnis verspüren, erstellen Sie eine Übersicht, ein Mindmap oder gestalten Sie eine Collage, so haben sie alles mit einem Blick vor sich. Es ist für uns hilfreich, wenn wir uns unserer Leistungen und Ergebnisse bewusst sind und bleiben. Sie sind Kraftspender für unseren heutigen Alltag, für das Meistern neuer Herausforderungen und um unserer wahren Verantwortung gerecht zu werden – permanent weiter persönlich zu wachsen. Die Dankbarkeit und Wertschätzung für das, was wir erreicht haben gibt uns Kraft.  Genau wie unsere neuen Visionen und Ziele uns magische Kraft geben, wenn wir uns für die Realisierung entscheiden, sie wirklich uns selbst entspringen und zu unserer Persönlichkeit passen.

Überprüfen Sie Ihre persönlichen Ziele in Ihren verschiedenen Lebensbereichen regelmäßig, denken Sie u.a. mit Hilfe Ihres Zehn-Jahres-Blick groß, und dann bleiben Sie dran  –  so wie die Briefmarke, die bekanntlich nur ihre Aufgabe/ Berufung erfüllen kann, wenn sie an der Sache dran bleibt, so lange bis sie am richtigen Bestimmungsort angekommen ist. Kraft spendend wirkt sich auch für den Überblick über Ihrer Ziele und Visionen das Erstellen einer Collage oder eines Mindmap aus. Zudem sollten Sie Ihr wohlgesonnenes Umfeld an ihren Zielen, Werten und Visionen teilhaben lassen, andernfalls sich darauf fokussieren vorzuleben, was Sie neu erkannt haben. Napoleon Hill brachte es wir folgt auf den Punkt: „Pflege deine Träume und Visionen, sie sind die Kinder deiner Seele, die Konzepte für deine zukünftigen Erfolge.“

Ich wünsche Ihnen dabei einen sehr guten Kontakt zu Ihrer inneren Führung und den Mut, ihrer eigenen inneren Führung aktiv handelnd zu folgen. Gutes Gelingen bei der Realisierung „Ihrer“  Ziele und Visionen!

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Stille in einer hektischen Welt

Wie viele alltägliche Momente gehen Ihnen „verloren“,z.B. an der Kasse im Supermarkt, im Stau auf der Autobahn oder in langweiligen Meetings?

Was wäre, wenn Sie solche Momente dazu nutzen könnten, um ruhiger, ausgeglichener und zufriedener zu werden? Wie das geht? Martin Boroson gibt darauf eine einfache Antwort: One Moment Meditation. Indem Sie nur eine Minute lang meditieren, können Sie jeden Moment nutzen, um in kürzester Zeit zu entspannen, Stress abzubauen, den Geist zu erfrischen und kreative Kräfte zu wecken. Fundiert, spielerisch und vor allem praktisch zeigt Boroson, dass innerer Frieden kein unerreichbares Ziel ist das viel Zeit erfordert. Es braucht tatsächlich nur einen Moment.

„Du musst nicht erst in ein Retreat gehen, deinen Job kündigen oder zweimal täglich zwanzig Minuten aufbringen, um innere Ruhe zu erlangen. Ruhe und Frieden sind allgegenwärtig.“

Clip zum Buch: One Moment Meditation, Stille in einer hektischen Welt (J.Kamphausen, März 2012)

Quelle: http://www.one-moment-meditation.de/one-moment-meditation


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Von Stress spricht heute jeder. Ob in der Schule, im Beruf oder beim Einkauf im Supermarkt. Stress scheint heutzutage allgegenwärtig zu sein. Doch was ist eigentlich Stress?

Der ungarisch-kanadische Arzt Hans Selye prägte den Begriff Stress bereits 1936 und beschrieb damit eine »unspezifische Reaktion des Menschen auf jegliche Anforderung«. Stress, abgeleitet vom lateinischen »stringere« für anspannen, versetzt uns in erhöhte Alarm- und Handlungsbereitschaft, um eine bestimmte Herausforderung oder auch bedrohliche Situation zu meistern. Insofern ist die Stressreaktion eine lebenswichtige Reaktion unseres Körpers und Geistes. Schädlich wird Stress dann, wenn die Stressreaktion über längere Zeit anhält und zu seelischer sowie körperlicher Beanspruchung und Belastung führt.

Wenn von Stress die Rede ist, denken die meisten zunächst an die berufliche Tätigkeit. Viel schwerwiegendere Stressfaktoren finden sich allerdings im zwischenmenschlichen Bereich. Besonders gravierend sind chronische Konflikte in der Paarbeziehung, Ehescheidung, Krankheit oder Tod eines nahen Angehörigen. Weitere Stressfaktoren sind Erkrankungen, Geldmangel und Schulden, Lärm, Ängste sowie Depression. Auch im Beruf spielt nicht die Arbeit selbst die Hauptrolle, sondern vielmehr zwischenmenschliche Faktoren. Mangelnde Führungseignung des Vorgesetzten, fehlende Gestaltungsmöglichkeiten, Zeitmangel und Termindruck, aber auch Unterforderung oder Überforderung sind die wichtigsten Ursachen dafür. Ebenso ist eine längere Arbeitslosigkeit ein starker negativer Stressor.

Zwei Arten von Stress

Es ist von Mensch zu Mensch verschieden, ob eine bestimmte Situation als positiv oder belastend empfunden wird. Der positive Stress (Eustress) zeigt eine belebende Wirkung, fördert Kreativität und Vitalität und bildet die Grundlage, Herausforderungen zu meistern. Eustress führt zu Genugtuung, Zufriedenheit, Entspannung und Erfolgsgefühl. Anders ist es, wenn ein Dauerstress entsteht (maligner Distress). Bei diesem negativen Stress ist der Beginn oft nicht mehr klar bestimmbar, die seelischen und körperlichen Leistungsgrenzen werden wiederholt überschritten. Darüber hinaus führen Erfolgserlebnisse nicht mehr zur Entlastung, sie werden oft gar nicht mehr wahrgenommen. Es kommt zu Selbstzweifeln und Schuldgefühlen – und in der Folge oft auch zu zunehmend ungesundem Verhalten wie vermehrtem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss, kalorienreichem und ungesundem Essen, Bewegungsmangel und der Einnahme von Beruhigungsmitteln.

Was Sie gegen negativen Stress tun können

Lang andauernder Distress sollte unbedingt vermieden werden, denn er führt auf psychischer Ebene zu Depression, Angst und psychosomatischen Störungen. Er kann auch zu Reizmagen und Reizdarm führen sowie zu Magengeschwüren, Herzrhythmusstörungen, Hörsturz und Tinnitus. Unter Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen und chronischen Schmerzen können Betroffene ebenfalls leiden. Besonders wichtig ist es, die Hauptstressquelle zu identifizieren. Oftmals bedarf es eines entschlossenen, mutigen Verhaltens, um die Stressquelle zu eliminieren.

Tipps gegen negativen Stress

  1. Identifizieren Sie die wichtigste Stressquelle
  2. Setzen Sie Grenzen und lernen Sie auch einmal »Nein« zu sagen
  3. Erlernen Sie Zeitmanagement
  4. Bewegen Sie sich und treiben Sie Sport
  5. Tun Sie sich etwas Gutes mit Entspannung, Massagen oder Wellness sowie Freizeitaktivitäten
  6. Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte

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Quelle: Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung und Copyright by Dr. Rainer Hakimi und HALLESCHE Krankenversicherung Stuttgart


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